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Renovierungsarbeiten in der Hospedería

Die Brigade von Handwerken inspiziert den krümeligen Betonboden: “Vale, Si, te lo podemos hacer, no hay problema“. Erlösende Worte aus dem Munde Diegos, ein Freund von Carlitos der von Beruf Architekt ist. Der Maestro (Meister) inspiziert die unzähligen Löcher und Risse in dem alten Boden. Bei jeder Berührung wischt er sich den Staub erneut von den Händen. Dieser Staub, den jede Generation von Freiwilligen, die Kinder aus El Salado und sonstige Besucher aus den Klamotten und von den Schuhen klopfen mussten. Jener Staub, der in den nächsten zwei Wochen für immer unter neuen Terrakottafliesen begraben wird.

Dass sich die Hospedería nach knapp 18 Jahren im „Einsatz“ einer Renovierung unterziehen muss, ist schon seit längerem ein Projekt in unserem Verein, wäre da nicht der logistische und organisatorische Aufwand. Handwerker und Baumaterial müssen gleichermaßen einen beschwerlichen Anfahrtsweg auf sich nehmen. Dass der krümelige Betonboden nicht zur Sauberkeit und zum Wohlbefinden im Haus beiträgt, ist keine Neuigkeit und es freut umso mehr, dass die personifizierte Lösung in Form von Diego und seinen Handwerkern gefunden wurde. Neben dem Verlegen von Terrakottafliesen werden auch das Abschleifen und die Lackierung des alten Holzbodens in Angriff genommen.

Zusätzlich zur Renovierung des Bodens im gesamten Haus wollen wir auch eine Lösung für die anhaltende Kälte und Feuchtigkeit im Haus finden. Durch einen anderen Freund in Ambato gelingt es mir einen Ofenbauer aufzuspüren, der uns einen Kamin in das Wohnzimmer bauen kann. Miguel, so heißt der Mann, der sich dieses Handwerk in Quito von einem Amerikaner hat beibringen lassen, braucht knapp eine Woche bevor er mit seinem alten Laster den maßgefertigten Kamin nach El Salado bringt. Der Einbau dauert auch nicht lange und schon wird er mit ein wenig Holz angefeuert. Die wohltuende Wärme macht sich sofort bemerkbar, auch wenn es noch ein paar bauliche Anpassungen vorzunehmen gilt, denn der Schornstein ist nach oben hin weiterhin noch offen und damit sich die Wärme nicht nach draußen hin verflüchtigt, müssen noch ein paar Isolationsarbeiten in Angriff genommen werden. Nichtsdestotrotz, durch den neuen, gemütlichen Boden und den wärmenden Kamin macht sich ein ganz anders Lebensgefühl in der Hospedería breit!


Autor: Josua Schmoll


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